Ein Plan für’s Leben ?

Heimaturlaub (14.03.2015)

Oft stellt sich die Frage wie ich das mit der Rente zu machen gedenke. Gute Frage, ob als Angestellter in meiner alten Firma als Baumfäller oder eben im Wanderleben; der Unterschied ist fast keiner.
Vor einger Zeit schrieb mir die Rentenversicherung die frohe Botschaft einer stolzen Anwartschaft von 89 Euro. Nach ganzen 11 Jahren Arbeitsleben in Vollzeit, bei 800 bis maximal 1100 Euro netto Gehalt im Monat.
Sollte ich aber erwartungsgemäß bis zum 67 Lebensjahrs ehrlich und strebsam dem Beruf ergeben bleiben, erweist mir das System eine Belohnung von 680 Euro Rente, jaaaa, da kommt richtig Freude auf.
Also dann macht es rein rechnerisch keinen Unterschied ob ich weiterhin täglich acht bis zwölf Stunden schufte (Stundenlohn: 9,60€ bei ca 30% Abzug der Sozialversicherung) oder eben garnichts mache; die Sozialrente liegt bei über 400 € Taschengeld + Mietkostenübernahme sowie weiteren Beihilfen auf fast dem gleichen Niveau wie das was ich für 46 Jahre harter Arbeit bekommen würde. Und was ist die Moral an der Geschicht?
Das eine bedingt das andere, während für all die Jahre auf dem Bau Altersarmut als Lohn wartet, können viele gleich von Anfang an in die Sozialhilfe; warum auch fleißig sein wenn’s so oder so am Ende dermaßen mager wird.
Dennoch bin ich nie zum Amt gegangen, konnte bisher immer den Mindestbeitrag der freiwillig, rechtlichen Krankenversicherung von 158€ aufbringen, alles andere ist für’s Essen. Und die Rente?
Weiß ich nicht. Entweder kommt irgendwann wirklich die Sozialkasse dafür auf, oder ich schaffe es und mache mit dem Projekt Wanderleben genug Geld um davon auch im Alter zu leben. Schreibe Bücher, mache Filme und halte Vorträge, die von allen Ländern dieser Welt handeln.
Jedenfalls so sicher und unsicher wie jedes andere Vorhaben, ob ein normales Arbeitsleben als Angestellter mit all seinen Risiken und Unsicherheiten, oder die eigene Pommesbude, die eigene Firma wo Glückwünsche nur zu gut verheißen wie unsicher die wirtschaftliche Zukunft ist.
Das Wanderleben ist da nicht wirklich anders. Ja, es ist schon sehr speziell, aber nur eben exotisch, da keine zehntausend auf der Welt sowas treiben.

Moralisch wäre es korrekt, da ich dem System nicht auf der Tasche liege, wobei eben dieses Wirtschaftssystem mir so deutlich zeigte, wie sehr es mich nicht braucht; der Arbeitslohn in meinem gelernten Beruf als Baumfäller/Baumpfleger bestätigt dieses grobe Unverhältniss von Leistung und Gegenleistung nur zu gut.

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