Ein Königreich für ein Bad im Fluss

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Dennoch änderte sich alles schnell: in drei Stunden stiegen wir fast 1000 Höhenmeter hinab, erreichten das wunderschöne, mittelalterliche Dorf St.-Côme-d’Olt und versuchten uns zu erholen. Leider hatte ich mich aber schlimm erkältet, schleppte mich mit den anderen weiter über wunderschöne Pfade durch liebliches Weideland, und fanden spät abends, nach ca. 30 bis 40 km Fußmarsch, einen Schlafplatz. Ich erholte mich wegen der Anstrengung zwar nur langsam, kam aber dennoch gut voran und vergesse nie, dieses herrliche Land entlang des Weges zu bewundern. Wir erreichten Decazeville, und mussten uns nun auch von unseren lieb gewonnenen Weggefährtin Cis verabschieden. Sie möchte langsamer gehen und irgendwie auch wieder allein sein. Ich verstand das, konnte aber dennoch die Tränen des Abschied nicht zurückhalten. Zu weit sind wir gemeinsam diesen Weg gegangen…

Jetzt, eine Woche später, sitze ich mit Frank in Condom, einer Kleinstadt mit diesem lustigen Namen und schauen auf spannende Tage zurück. Noch 200 km und wir erreichen Saint-Jean-Pied-de-Port, dem nächsten Ziel dieser Großetappe und dem Tor zum Paradies: Denn dann erreiche ich endlich Spanien.

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