Deutschland – Unterbrechung…

Soo, nach längerer Funkstille melde ich mich wieder, allerdings leider mit blöden Meldungen; eine schlimme Entzündung am Fuß zwingt mich in die Knie.
Mittlerweile bin ich sogar wieder in Deutschland, wo ich in ärztliche Behandlung musste 🙁

Schuld war dummerweise mein Hang zur ausgeprägten Sauberkeit; so verletzte ich mein Nagelbett bei der Fußpflege, was später beim Wandern zur Infektion führte. Toll.

Nun sitze ich mal wieder in heimatlichen Gefilden und sitze die Sache aus.

Zuletzt bin ich von Ettelbrück nach Liege mit der Bahn gefahren, was ja nur 200 Kilometer von Recklinghausen, meiner Heimatstadt entfernt liegt.
Hier verweile ich gerade im Haus meiner Eltern.

Natürlich geht es bald wieder weiter: Am 17.07. Reise ich mit meinem Freund Edmond nach Irland, von wo das Wanderleben weitergehen soll.

Deutschland – Trier

Sooooo, nach langer Zeit reisetechnischer Abwesenheit, ist es schon mehr als fällig ein Lebenszeichen zu geben.
Einen ganzen Monat schmore ich schon in heimatlichen Gefilden,  da diese schreckliche Entzündung an den Zehen jegliche Wandertätigkeit unmöglich machte.
Zwar bin ich schon gute zwei Wochen wieder topfit, warte aber seitdem auf den Termin der Irlandfähre die von Frankreich aus in See sticht.

Der Grund ist mein Freund und Lebenspartner Edmond, der mich teilweise im Wanderleben begleiten möchte. Er hat jetzt erst Urlaub und bringt mich nun nach Irland.
Zusammen können wir so noch eine tolle Zeit miteinander verbringen, ganze vier Wochen die wir auf der grünen Insel verbringen werden.

Morgen freue ich mich erstmal auf die Fahrt durch Nordfrankreich, wo ich noch kürzlich den Jakobsweg zurück Richtung Heimat pilgerte….
Dann melde ich mich wieder aus Rouen an der Seine, dem morgigen Tagesziel, 530 Kilometer von Trier, wo ich jetzt  die Sachen packe.

Außerdem reise ich diesmal ohne meinen berühmten Wanderwagen in die Weltgeschichte los; der wartet geduldig Zuhause auf seinen nächsten Großeinsatz.
Ein riesiger, fetter Rucksack ist nun schwer am meinen Schultern hängend mein täglich Leid; später,  wenn Edmond aus Irland wieder nach Hause zieht, trampe ich über die Straßen Schottlands und England bis in den sonnigen Süden Spaniens.
Da gehe ich wenig zu Fuß und stehe viel an all den Straßen, fahre mit all den Autos meinen Weg in die Ferne… da währe der sperrige Wanderwagen einfach zu groß….

Doch Paul ist natürlich wieder dabei. Wie ich freut er sich schon riesig…

( Frankrwich – Basse Normandie )
Hier noch ein Eindruck von der Überfaht.  Die Autofähre brachte mich von Cherbourg direkt nach Irland.
Die Nacht verbrachten wir auf der Fähre, die so groß, einer kleinen Stadt gleicht.
Seeluft, Möwen und blauer Himmel sorgen endlich für das langersehnte Gefühl: Ich bin dan mal weg…